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Literaturnachrichten



Rubrik: Arge-Literaturankündigung(en)


Die Posthornserien Österreichs 1945-1947

 

Autor(en):

SAX, Herbert, ,

Erscheinungsort:

 Würzburg

Verlag:

Eigenverlag

Jahr:

2017

ISBN-Nr.:

Format:

DIN A 5

Umfang (Seiten):

139

Abbildungen:

durchgehend farbig

Preis:

17,00 €

Erhältlich bei:

Dr. Herbert Sax, Am Hölzlein 27, 97076 Würzburg Hans-Josef Peters, Akazienweg 17, 52391 Vettweiß

Auflage:

1.

Einband:

Paperback

Sonstiges:

 

Herausgeber:

 

 

 

Was für die Bizone die Ausgabe AM POST war, war in Österreich die Ausgabe der Posthornserien. Zahlreiche Parallelen und markante Unterschiede beider Ausgaben verdienen eine nähere Betrachtung. Eine solche wurde jetzt von Dr. Herbert Sax vorgelegt, der schon mit seinem - leider vergriffenen, aber als CD noch erhältlichen - Loseblattwerk "Die Post 1945-1945 in der amerikan. und brit. Zone" eine ausführliche Bearbeitung für AM POST vorgelegt hat. Dem folgt nun in kompakter und übersichtlicher, gleichwohl erschöpfender Darstellung die Arbeit über die österreichischen Posthornserien (Michel Katalog Österreich Nr. 721-737, Port Nr. 189-203).

Das 139 Seiten starke, durchgehend farbig bebilderte Büchlein ist in acht Kapitel gegliedert, die alles Wissenswerte enthalten. Nach der einleitenden Beschreibung der Freimarken ab den dafür vorgelegten Entwürfen bis hin zu den Einzelheiten über Zähnung, Druckabweichungen, die Markenheftchen und die Bogenmerkmale (S. 9-24) folgt eine Übersicht über die Portomarken der Posthornserie, ihre Herstellung, Verwendung und Besonderheiten des Aufdruck (S. 25-34). Der Blick in die Postgeschichte umfasst neben den auch in Österreich zu beobachtenden Überrollern die unterschiedlichen Besatzungszonen und den Neubeginn des privaten Postverkehrs in den einzelnen Regionen (S. 34-42). Besonders ausführlich widmet sich Sax mit den Postgebühren und Sendungsarten (S. 43-85): Freimachungsarten bis hin zu Lokalausgaben, die einzelnen Sendungsarten mit den dazu gehörenden Tarifen, die Zusatzgebühren für Sonderdienste bis hin zur Wiener Rohrpost, aber auch die Sonderdienste Geldverkehr, Postzeitungsdienst und Nachforschungsaufträge - das alles wird mit zahlreichen Bildbeispielen anschaulich belegt. Es folgt ein kleines Kapitel über die Zollausschlussgebiete Jungholz und Kleines Walser-tal (S. 85-88), in dem natürlich die Überschneidungen mit den Verwendungen von AM POST besonders augenfällig werden. Die postgeschichtlichen Daten werden auf S. 89-110 chronologisch aufgelistet und auch hier mit aussagekräftigen Abbildungen teils sehr seltener Belege veranschaulicht. Dem kurzen Kapitel über die Währung (S. 111-112) folgt eine Abhandlung des Zensurwesens (S. 113-127), selbstverständlich mit Wiedergabe der unterschiedlichsten Zensurstempel. Das Buch schließt mit einem Abbildungsverzeichnis, einem Literaturverzeichnis, einem ausführlichen Stichwortindex sowie einer Fehl-bzw. Bestandsliste, die dem Nutzer des Werks die individuelle Dokumentation seiner Sammlung ganz nah am Handbuch ermöglicht.

Das sauber verarbeitet Buch in festem Karton lässt keine Wünsche offen. Alles Wichtige und viel Seltenes ist farbig abgebildet. Für den AM POST-Sammler sind vor allem auch diejenigen Abschnitte des Buches hilfreich, die sich mit AM-Post-Belegen und ihrer Behandlung in Österreich befassen, wie etwa durch das Nachgebührverfahren unter Verwendung von Portomarken und Taxvermerken (S. 32), Post ins Kleine Walsertal (S.87) oder die Zensur von aus Deutschland kommender Post (S. 101 ff.). Das Buch ist in allen Teilen kenntnisreich geschrieben und leicht verständlich. Das umfassend gestaltete Inhaltsverzeichnis und der erschöpfende Index lassen den Leser rasch die gesuchten Textstellen finden und machen das Arbeiten mit dem Buch ausgesprochen angenehm. Wer als Sammler der Bizone-Ausgaben ein wenig über den Tellerrand hinausschauen und seinen Horizont erweitern möchte, findet ein Fachbuch vor, das die nach Kriegsende erstaunlich ähnlich verlaufende Entwicklung des Postwesens in den zwei unterschiedlichen staatlichen Gebilde mit gleicher Ausgangslage beschreibt und nachvollziehbar macht. Es verdient entsprechend hohe Aufmerksamkeit und kann jedem an Fachliteratur über die Nachkriegszeit Interessierten nur empfohlen werden.

Karl-Rudolf Winkler, Koblenz

 

 


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